Volksabstimmung: Und wieder geht es gegen den Handel
Kaum ist die Ernährungsinitiative abgelehnt, die Lebensmittelimporte drastisch einschränken wollte, steht schon die nächste Volksinitiative an, die den Handel in die Mangel nehmen will. Diesmal geht es um Feuerwerk.
„Der Verkauf und die Verwendung von Feuerwerkskörpern, die Lärm erzeugen, sind verboten.» So wollen es die Initianten in der Bundesverfassung festlegen.
Auch hier sind natürlich nur die wenigsten Händler direkt betroffen. Wer Maschinen, Kleider oder Baumaterial verkauft, hat nichts zu befürchten. Oder doch?
Es geht bei der Volksabstimmung vom 29. November letztendlich nicht nur ums Feuerwerkverbot, sondern auch um die Verbotskultur, die unser Land mehr und mehr überzieht. Gestern Trinkhalme aus Plastik, heute Feuerwerk, morgen Hunde, übermorgen Autos? Die Begründung ist immer dieselbe: Es schadet der Umwelt (Was schadet ihr schon nicht?), die Konsumenten sollen sich ein neues Hobby suchen, und die betroffenen Händler können sich ja umorientieren.
Die Frage sollte lauten: Muss ich alles verbieten, was ich persönlich nicht nutze? Der Vorstand von Handel Schweiz hat diese Frage klar verneint und empfiehlt die Initiative zur Ablehnung.
Gleichzeitig hat er sich übrigens für die Revision des Kriegsmaterialgesetzes ausgesprochen. Sie vereinfacht den Export, stärkt die Schweizer Rüstungsindustrie und damit auch deren Zulieferer.